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Die Beweise die einen Krieg im Irak rechtfertigen sollen, also für das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen, sind dünn gesät. Bisher haben die UNO-Inspekteure
11 leere Chemiewaffengefechtsköpfe aus Beständen der 80-iger Jahren. Der Irak hatte im Irankrieg davon über 50.000 die nicht leer waren, dies ist der Weltöffentlichkeit bekannt
und
angebliche Geheimdokumente zu Iraks Atomprogramm entdeckt. Nur, wie Experten feststellen, sind diese Dokumente ebenfalls aus den 80-iger Jahren.
Die Entdeckungen sind also keine Neuigkeiten. Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges rückt trotzdem näher.
Die USA, so Außenminister Powell haben ausreichende Beweise für die Schuld des Iraks. Doch wo sind diese Beweise! Bereits im Dezember hat der Chefinspektor der UNO-Kontrolleure Blix geklagt, wenn Erkenntnisse über Massenvernichtungsmittel vorliegen, könne man erwarten, dass diese den Kontolleuren mitgeteilt werden.
Mitgeteilt ist bis heute, 18. Januar 2003 noch nichts.
Welches Spiel also spielen die USA?
Doch es ist kein Spiel, tausende, vielleicht zehntausende oder sogar hunderttausende Opfer sind zu befürchten, zum weitaus grössten Teil unschuldige Opfer. Und der Verdacht, dass wirtschaftliche Gründe die wahren Beweggründe sind, erhärtet sich Tag für Tag. Auch die Vermutung, die USA könnten einen Kriegsgrund konstruieren oder gar provozieren, nimmt immer mehr Gestalt an. Doch hier wird sich Amerika selbst entlarven, vielleicht nicht gleich, aber die Weltöffentlichkeit wird die wahren Gründe für die geplanten Präventivkrieg erfahren.
Wir fordern eindringlich:
Kein Blut für Öl.
So liegt es an uns Bürgern, durch Proteste und Demonstrationen dem amerikanischen Präsidenten und auch unseren Politikern zu zeigen,
Wir wollen keinen Krieg, denn Krieg ist keine Lösung, schon gar keine Lösung für wirtschaftliche Interessen.
Leo Kübert, 18. Jan. 2003
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