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Hast Du vielleicht schon einmal nachgedacht, wie Dein, ja lieber Leser, wo und wie Dein Marken T-Shirt, -Polohemd, Pullover oder auch Deine Jeans produziert wurde. Lieb und teuer in einer Boutique in einem Fachgeschäft oder einem Kaufhaus in Deutschland, oder anderswo auf der Welt, erworben
Hast Du schon einmal an die Menschen gedacht, die Dein Kleidungsstück in den Händen hatten, daran arbeiteten, die es fertig gestellt haben, damit Du es nun tragen kannst? Weisst Du, wer diese Menschen sind, wie sie leben, was sie fühlen, wie es ihnen geht, unter welchen Bedingungen sie arbeiten, was sie verdienen? Weisst Du, wie mit Menschen umgegangen wird, auf diesem blauen Planeten, wie die Globalisierung, wie die Gier der ohnehin schon Reichen, ihre Kinder frisst?
Die Welt interessiert sich normaler Weise nicht für solche Geschichten, die keine Geschichten, sondern Menschenschicksale sind, doch ab und zu sickert einiges durch:
Glaubst Du daran, dass zum Beispiel in Bangladesh, Menschen die Dein Kleidungsstück gefertigt haben, 5 bis maximal 10 Cent in der Stunde verdienen, also meist nicht einen Dollar / Euro pro Tag bei 12 und mehr Arbeitsstunden. Dabei ständig von Aufsehern beobachtet, die mit Stöcken bewaffnet sind. Glaubst Du, dass während der Arbeitszeiten die Toiletten abgeschlossen sind, dass selbst die einfachsten Sicherheitsmassnahmen und Standards fehlen?
Denkst und glaubst Du, dass hier deutsche und andere Firmen aus westlichen Industrienationen unter solchen Voraussetzungen wirklich produzieren lassen? Dass deutsche Firmen die dort ansässigen gegenseitig ausspielen um noch mehr die Preise zu drücken? Dass deutsche Firmen von den dortigen Zuständen sehr wohl Bescheid wissen, die moderne Sklavenarbeit akzeptieren, ja durch ihre Preispolitik erst verursachen?
Ich denke, du weisst es, ahnst es zumindest und glaubst es doch nicht ....., denn ....... es ist ja auch kaum zu glauben und dennoch Realität.
Dabei wird uns, den Konsumenten Glauben gemacht und vorgegaukelt, dass dort Arbeitsplätze geschaffen würden, die Emanzipation dieser Menschen gefördert würde und sogar Kinder aus der Armutsfalle befreit würden. Sehr merkwürdige Aussagen unserer Konzernbosse und Politiker, wirklich sehr merkwürdig und menschenverachtend, wenn bei 12 Stunden und mehr Knochenarbeit pro Tag gerade mal 1 Dollar / Euro verdient wird und sogar Betriebsunfälle durch mangelnde Sicherheiten Risiko der Arbeitnehmer sind. Wenn zum Beispiel durch einen Fabrikeinsturz, wie am 11. April 2005 in Bangladesh geschehen, ein auf sumpfigem Grund gebautes, illegal aufgestocktes Firmengebäude in sich zusammensackte und 79 Menschen in den Tod stürzte und unzählige Verletzte verursachte *),
ja wenn diese Verletzte ohne jegliche Hilfe bleiben und sogar selbst für die Arztkosten aufkommen müssen, und dabei selbst das wenige das sie vorher hatten, noch verlieren.
Die gnadenlosen Ausbeuter aus dem Westen schert das nicht, im Gegenteil, sie waschen ihre Hände in Unschuld, und verweisen auf die grosse Zuliefererkette, die sie angeblich nicht kontrollieren können. Für sie sind die Unternehmer in den betroffenen Ländern die Schuldigen. Dass sie aber offen als Ausbeuter auftreten, gnadenlos Druck auf diese Firmen ausüben und ständig die Einkaufspreise drücken, damit auch die Löhne und Arbeits- und Sicherheitsstandards, darüber schweigen sie höflich und gerne !!!.
Wollen wir wirklich eine so globalisierte und menschenverachtende Welt, stellen wir uns Menschenwürde so vor ? ...................................................
Die Würde des Menschen ist unantastbar, so steht es im Grundgesetz unserer Republik. gilt dies nicht auch für die Menschen ausserhalb unserer Staatsgrenzen ?????
*) das “Unglück” geschah am 11. April 2005 in Savar / Bangladesh, Fabrik Spectrum Sweater Etiketten der Textilmarken folgender Firmen wurden gefunden, bzw. Firmen die dort produzieren lassen:
Karstadt Quelle mit Versandtochter Neckermann / Bekleidungsfirma Bluhm, Köln / Firma Steilmann, Bochum / Rehfeld-Gruppe, Hamburg *) lt. Spiegel Nr. 24/2005 v. 13.06.2005
Doch auch andere Konzerne lassen unter solchen bzw. ähnlichen Bedingungen produzieren, fragen wir doch diesbezüglich zum Beispiel einmal bei der Metro-Gruppe oder bei Wal Mart nach ........! LK Juli 2005
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